Donnerstag, 22. Juni 2017

Hola, Paprika!

Und eines Tages hängen sie da, die Schoten. Die Paprika-Pflanzen haben so viele Blüten angesetzt, dass ich ein paar entfernen musste, sie hätten sich gegenseitig behindert und die Pflanze hätte sich totgeblüht.

Wie es aussieht, eine Chili-Paprika??? Ich wusste ja nicht, was ich da eingepflanzt habe, aber es sieht scharf aus. Da freut sich mein chilly-freakiger Papa, wenn er mich im Juli besucht... olé!



Dienstag, 20. Juni 2017

Wie geht's weiter im Garten?

...das frage ich mich eigentlich nach jedem Garten-Akt.
Gerodet hab ich soweit nötig, der Grünschnitt liegt zum Trocknen und Rotten aus. Der nächste Schritt wäre die Bodenbearbeitung im Gemüsebeet. 
Davor müsste ich jedoch die Tulpenzwiebeln finden und ausgraben. Deshalb hab ich mir anhand meiner Frühlings-Fotos auf meinem Plan die "Lage" der Tulpen markiert, damit ich nicht ewig in der Erde rumstochern muss. Sind die Zwiebeln evakuiert, müssen noch mindestens zwei Rosenstöcke und eine Hortensie umgesiedelt werden.
Dann würde es radikal werden: abmähen, was noch steht. Grünschnitt stapeln und die Erde auflockern, zum Teil werde ich sie aufhacken müssen. Ich habe mal ein paar Probe-Gabelstiche gemacht: mancherorts ist die Erde ganz okay und man kommt gut durch, andernorts ist sie knüppelhart. Das Beet ist auch etwas uneben, der Trampelpfad liegt tiefer als der Rest.
Mein Traum wäre, die ganze Fläche in schön krümelige Erde zu verwandeln, Beete abstecken, den Grünschnitt drauf packen, Sackleinen drüber und warten bis zum Frühjahr :-)
Die Bodenqualität macht einen guten Eindruck: was beim Probegraben zum Vorschein kam, ist schwarzbraun und lehmig-krümelig.



Und dann gibt's ja noch die Laube. Vom Efeu schon teilweise befreit, zeigen sich verschiedene Beschädigungen, die auszubessern wären. Das Dach ist stark verwittert, die Dachpappe wellt sich. Auch die Sitzbänke machen keinen wirklich vertrauenerweckenden Eindruck... Das meiste Kopfzerbrechen macht mir aber der Anstrich. Teilweise abgeblättert, blasig, krümelnd. Einfach Farbe drüberpinseln ist keine gute Idee. Man müsste sie fachgerecht restaurieren, die Farbe abnehmen, schleifen und neu lasieren. Aber das ist bei soviel Verschnörkelung eine unzumutbare Arbeit (und Kosten). Ich neige daher eher zu einer Bestandssicherung: lose Farbe erst mal nur runterschaben, eventuell die Sitzbretter erneuern und alles von Staub und Schmutz befreien. So eine historische Laube zu sanieren, ist ein kostspieliges Projekt, dass ich nicht in einem Garten realisiere, der nicht mein Eigentum ist. Andererseits werde ich nicht durch unfachgerechtes Basteln eine gescheite Restaurierung noch mehr erschweren. Umgekehrt: wenn der Garten erst mal einen paradiesischen Zustand erlangt hat und nur die Laube noch etwas bedauerlich aussieht, kann man ja mal mit dem Eigentümer reden, ob er nicht in das Laubenschätzchen investieren möchte.



Samstag, 17. Juni 2017

Another day in paradise

Irgendwie genieße ich ja auch die Wildheit des Gartens; er hat etwas verwunschenes und man entdeckt immer wieder lauschige Plätzchen und Ecken mit kleinen Gartenwundern. Für einen abgezirkelten und cleanen Garten taugt dieses Kleinod darum gar nicht.

Trotzdem haben wir (ja, heute half der Mitbewohner...) mal eine Ecke des Gartens in Ordnung gebracht: von der mokeligen Unrat-Ecke zum aufgeräumten Kompost-Platz:

 Aus der Ecke musste ein bisschen Müll und vor allem der grauslige moderige Kunstrasen raus. Darunter kam makellose, aber mausetote Erde hervor. Um dem Kompost ein bisschen schneller Leben einzuhauchen, haben wir daher eine Kuhle ausgehoben und mit lebendiger Erde aus der Wildnis des Gartens aufgefüllt, Komposter drauf, Kies drumherum, fertig ist der schicke Kompost-Platz. Und ein, zwei Stunden Sonne am Tag hat er auch. Wühlmäuse werden von unten sicher nicht in den Kompostgraben, denn in dieser Ecke gibt es nur etwa 15cm Erde, darunter eine Schicht Sand und dann direkt dicke Steinbrocken. Hat mich auch gewundert; ich frage mich sowieso, woraus das Fundament meines Garten eigentlich besteht?
Mein Mitbewohner hat dann - ganz der Mann - unbedingt noch ein paar Trittplatten verlegt, die im Laufe der Wochen aus den Beeten geborgen wurden.
Mit einem Gemisch aus Grün und Braun habe ich den Komposter dann auch gleich befüllt. Dann wollen wir mal sehen... :-)





Beim weiteren Auf- und Ausräumen der Laube kam dann eine alte Axt zum Vorschein. Sie hat ja was gruseliges, wie sie so da liegt...

Ansonsten habe ich weiter gerodet, halbiert und ausgedünnt. Eigentlich ist es ja egal, wo man sich bückt und zupft. Unkraut gibt es auf jedem Quadratzentimeter. Und Blumenzwiebeln... Der Mitbewohner wollte dann unbedingt noch den Weg von Unkraut befreien - und hat dabei auch die in den Fugen wuchernden Kornblumen umgemetzelt :-( manchmal verfluche ich seinen Ordnungssinn, man hätte die doch nach der Blüte ausrupfen können.

Und zum Schluss, wie immer, hab ich mich nochmal der Schönheit der Wildnis hingegeben:
An den panaschierten Rosen kann ich mich gar nicht satt sehen.

Es ist wirklich ein seltsamer Glücksfall, dass ich ein Gärtchen in dieser Lage, direkt mit Blick auf die mächtige Schlossanlage ergattern konnte :-)


Sonntag, 11. Juni 2017

From Wildnis to Gemüsegarten

Sagt mal, Mädels (und Jungs), was würdet ihr nun machen?:
die Außenrabatte ist nun fast soweit ausgedünnt, dass ich als nächstes die wenigen umzusiedelnden Gewächse ausgraben und aus dem zukünftigen Gemüsebeet ins Zierbeet umsetzen kann. Dann noch die gefühlt 1000 Tulpenzwiebeln ausbuddeln.
Aber was dann? Übrig bleibt immer noch ein wildes Gewucher im Gemüsebeet:
Spontan würde ich ja sagen: abmähen und umgraben.
In der Außenrabatte war die Erde eigentlich sehr ansprechend locker und ich hab gar nix umgegraben, nur rausgezupft. Im Gemüsebeet schätze ich aber, wird das nicht so leicht, zumal hier wirklich alles verfilzt ist und auch noch ein Trampelpfad erkennbar ist, der wahrscheinlich knochenhart verdichtet ist.
Also doch eher umgraben? Dabei finde ich dann vielleicht auch noch die restlichen, übersehenen 20000 Blumenzwiebeln. Danach würde ich alle störenden Wurzelreste etc. entfernen und versuchen, die Fläche einzuebnen und schließlich Beete abzustecken.
Ich möchte mit dem Grünschnitt eine Flächenkompostierung machen und dann im Spätherbst Sackleinen o. ä. auf die Beete legen. Dann schauen wir mal, wie es im Frühjahr aussieht. Je nachdem, packe ich dann nochmal Kompost drauf.
Und dann ist es hoffentlich ein bepflanzbarer Gemüsegarten...

Wie groß schätzt ihr eigentlich die Chance, dass man auf der Parzelle unter dem Fliederbaum (im Bild hinten) irgendwas Gemüsiges anbauen kann? Sonne kommt da im Laufe des Tages schon hin, ich mache mir eher Sorgen wegen des Wurzelwerks.

 Ich kümmere mich jetzt mal um den Balkon-Garten...

Samstag, 10. Juni 2017

Attacke!

Heute war es soweit: mein erster freier Samstag, der im Garten verbracht werden konnte, im GROSSEN Garten.
Ich muss sagen, ich komme schneller voran als erwartet. Es war aber auch der perfekte Tag: nicht zu heiß, gestern hatte es geregnet, der Boden war weich und die Pflanzen ließen sich einfach aus der Erde ziehen.
Es ist so: in diesem Garten gibt es einfach von allem zu viel und alles wächst durcheinander.
Also galt heute die erste Attacke dem Außenbeet, wo ich beherzt gerodet habe. Entsprechend meinem Pflanzplan haben sich die meisten Stauden halbiert oder geviertelt, das Ziergras musste schließlich ganz dran glauben. Unter dem Gewucher kamen dann ganz andere Schätze zum Vorschein: Pfingstrosen zum Beispiel, die so zugewachsen waren, dass sie fast erstickt wären und gar keine Blüten angesetzt hatten.
Mangels Komposter (steht noch nicht) habe ich den ganzen Grünschnitt nun flächig verteilt, damit er antrocknet und wir sowas wie Flächenkompostierung versuchen können. Allerdings sieht es dafür jetzt im Garten aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen...

Stellenweise sieht es aber auch schon viel luftiger und übersichtlicher aus:


Zum Schluss noch ein paar blumige Eindrücke meiner Gartenentdeckungen:





Montag, 5. Juni 2017

Beihilfe zum Mord

Ich muss ehrlich zugeben, ich fühle mich ein bisschen schlecht. Wenn man sich Marie-Luise Kreuters Biogarten-Buch mal durchgelesen hat, fühlt man sich sowieso wie ein fieser Möpp, sobald man auch nur einer Blattlaus ihre Nahrungsquelle wegnimmt, aber was soll ich denn machen... die Pflanze hat auch Rechte.
Seit ein paar Tagen beobachte ich eine zunehmende Läusepopulation und ich übte mich in Geduld - sie würden schon kommen, die Jungs von der Schädlingsbekämpfung. Und tatsächlich, heute habe ich ein paar gefräßige Larven gesehen, am Dill, wo es besonders schlimm ist. Leider nicht an der jungen Paprika, wo sich ein Haufen grüner Krabbler zum Sauggelage versammelt hatte. Also hab ich mir einen der Blattlauslöwen geschnappt und auf die Paprika versetzt. Man hatte fast den Eindruck, die Larve stünde vor einem All you can eat-Buffet: sogleich hatte sie sich eine Laus geschnappt und zur Strecke gebracht, unterdessen brach unter der Läusetruppe eine Massenpanik aus, sie stoben auseinander, manche ließen sich gar auf die Erde fallen. Es war ehrlich gesagt ein Schauspiel des Grauens...


Ein Biogarten ist keineswegs ein Hort des Friedens und der Einigkeit. Wenn man genau hinschaut, sieht man, was Naturgesetze wirklich heißen. Soll noch einer sagen, Gemüsegärtnern sei was für Esotheriker und Weicheier.

Zu meiner Ehrenrettung: ich heiße auch eine ganze Menge Tiere in meinem Garten willkommen. Heute amüsierte sich eine kleine Ackerhummel (mit imposantem Pelzmantel...) eine ganze Weile an den diversen Blüten, die inzwischen aufgegangen sind und ließ sich bereitwillig ganz nah fotographieren. Brummmmm :-)



Und es gibt Neues bei den Gartenwundern.


Montag, 29. Mai 2017

Gerd

Das ist Gerd.
Den wollte ich schon länger mal hier vorstellen. Gerd behält im Gärtchen den Überblick (ach!) und sitzt dabei meistens im Oregano. Inzwischen ist er dort fast überwuchert und muss demnächst den Standort wechseln, sonst sieht er nix mehr...
;-)